Wolfgang Ziegler wurde 80 Jahre alt

"Alte Säcke sangen seine Nationalhymne"

Zu wessen Ehren wird schon die Nationalhymne gesungen – zumindest deren Melodie! Auf solche Idee können eigentlich nur die „Alten Säcke“ aus der VT Union-Tennissparte kommen. Anlass war der 80. Geburtstag des „Uraltsackes“ Wolfgang Ziegler.

Das inzwischen 18., von den „Alten Säcken“ für jeweils einen „alten Sack“ kreierte Lied handelte natürlich textlich nicht von „Einigkeit und Recht und Freiheit...“, sondern von den Eigenheiten und Befindlichkeiten des Geburtstagsjubilars.

So wurde deutlich, dass Wolfgang Ziegler nicht nur seit etwa 70 Jahren dem Sportverein, früher SV, heute VT Union, angehört, sondern ein Experte für besondere „Schnitte“ war. Erst schnitt er als selbstständiger Friseurmeister den Leuten die Haare, bevor er nach Studium als Fachpraxislehrer in den Schuldienst wechselte.

Als Sportler spielte er in Groß Ilsede ein wenig Fußball, aber dann hauptsächlich Tischtennis – nicht nur als „Schnippelkünstler“ in den Glanzzeiten der 60er Jahre in der Verbandsklasse, sondern in den 70er Jahren auch als Abteilungsleiter Tischtennis – zu einer Zeit, als die Abteilung mit damals 13 spielenden Mannschaften zahlenmäßig größte TT-Sparte im Landkreis war.

Nach der Gründung der Tennisabteilung wechselte Wolfgang noch einmal die Sportart und brachte mit seiner „Schnitt-Technik“ etliche Jahre lang manchen Gegner zur Verzweiflung.

Seit einigen Jahren, da die Knie nicht mehr so richtig mitmachen, geht Wolfgang im Sommerhalbjahr praktisch täglich zum Schwimmen ins Gadenstedter Freibad. und im vierzehntägigen Rhythmus zu den Heimspielen seiner „alten Liebe“ Hannover 96. Das tat er auch schon zu Regionalliga-Zeiten und erst recht heutzutage, da 96 wieder eine feste Größe im Bundesliga-Geschäft ist.

Dass man da auch schon mal ein Opfer bringen muss, erfuhr Wolfgang beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Das 3:2-Freistoßstor für 96 führte zu einer Jubelwelle mit Domino-Effekt.

Wolfgang landete unsanft auf den Treppenstufen und anschließend mit einer klaffenden Kopfwunde in der Klinik-Notaufnahme.

Sein Kommentar dazu: „Mist, das 4:2 nicht mehr gesehen“.

Bei der 80-Jahr-Feier im Klubhaus war von der Verletzung nichts mehr zu sehen, Wolfgang sah rüstig, glücklich und zufrieden aus, deshalb folgerichtig auch der Schlusssatz des „Alte-Säcke-Geburtstagsständchens“: „80 Jahre viel zu wenig – 96 soll´n es sein!“

von Lutz Bertram / Fotos Klaus Knicker

Hier kann man das Lied hören:

Wolfgang nach dem Sturz im 96-Stadion

Abschlussturnier alte Säcke

25.09.2016 - Wie jedes Jahr fand wieder das Abschluss-Turnier der alten Säcke mit Gästen aus Adenstedt und Gadenstedt statt. Das Wetter war wie Immer sehr gut und im Anschluss gab es bei Elisabeth ein kalt warmes Buffet zur Erneuerung der verbrauchten Kräfte. Zwischendurch gab es Härke-Kaltschale und gute Gespräche.